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Tauchen & Schnorcheln für Kinder - Informationen vor allem für die Eltern Drucken E-Mail
Geschrieben von Matti   
Friday, 19. June 2009

Im Passauer Tauchsportclub sind eine Reihe Kinder und Judentliche in jedem Alter Mitglied.Schon die ganz kleinen können bei unserem Schwimmbadtrainings mit Schnorchel, Flossen und Maske ihre ersten Taucherfahrungen sammeln. Ab 8 Jahren bieten wir dann auch Kurse im Gerätetauchen für Kinder an.

Wir bieten nach Bedarf & Absprache Tauch- und Schnorchelkurse für Kinder von 6-13 Jahren an.Bei diesen Kursen sollten die Eltern anwesend sein um die Kinder vor und nach dem Kurs zu betreuen.

Die Maximal erlaubte Tauchzeit für Kinder ist 25 Minuten, da sonst die Auskühlung durch die relativ geringe Bewegung und das atmen der kalten Pressluft zu groß wird.

Beim tauchen mit Kindern sollte man unbedingt beachten, das es sich hier nicht um kleine Erwachsene handelt! Herz, Lunge und Skelett sind im Wachstum. Es gibt keine Untersuchung zur Schädlichkeit von Microblasen bei Kindern. Daher gilt zur Sicherheit der Kinder: Nur 1 Tauchgang pro Tag - und dieser nur in flachem und am besten warmen Wasser.

Wichtig ist das die Kinder bei den Kursen frei von allen Erkältungsymptomen sind.
Aufgrund der Beckentiefe im PEB können wir im Sommer Kinder unter 10 Jahren nur bedingt unterrichten. Im Winter haben wir das gut geheizte Schwimmbad in Freyung und das Schulschwimmbad in Grubweg zur Verfügung - hier haben wir ideale Bedingungen für Tauch- und Schnorchelkurse.

Nach Abschluß der Kurse können die Kinder mit geübten erwachsenen Tauchern bzw. Tauchlehrern innerhalb altersabhängier Limits tauchen.

Bitte haltet unbedingt die Tiefenlimits und das Verbot von Wiederholungstauchgängen ein! Es gibt aus der Druckkammer in München jedes Jahr Berichte von Kindern unter 14, die in der Druckkamer aufgrund des für Sie übertriebenen Tauchprofils wegen einer Dekompressions-Erkrankung behandelt werden müßen.

Sicherheitsbestimmungen für das Kindertauchen
● Das Tauchgebiet (bzw. das Schwimmbecken) muss geeignet sein, um die geplanten Übungen problemlos durchführen zu können und muss außerdem dem Ausbildungsstand der Jugendlichen entsprechen. Im Freiwasser sollten die Plätze aufgesucht werden, die über geeignete Fauna und Flora verfügen. Die Sicht soll mehr als zwei Meter betragen.
● Eine günstige, sichere Ein- und Ausstiegsmöglichkeit muss vorhanden sein.
● Die für das jeweilige Alter vorgesehene Tauchtiefe darf nicht überschritten werden.
● Pro Tag darf nur ein Tauchgang mit Drucklufttauchgerät gemacht werden.
● Nachttauchgänge dürfen mit Jugendlichen unter 12 Jahren nicht durchgeführt werden und sind auch bei älteren kein Teil des Ausbildungsprogramms.
● Die Wassertemperatur darf nicht weniger als 12° C an der Oberfläche betragen.
● Die Tauchzeit darf 25 Minuten nicht überschreiten.
● Das körperliche und seelische Wohlbefinden des Jugendlichen hat immer im Vordergrund zu stehen (Anpassung der Tauchzeit an die Wassertemperatur, den örtlichen Gegebenheiten sowie der freiwilligen und freudvollen Teilnahme des Jugendlichen).

Maximaltiefe:
Ausschlaggebend für die maximale Tiefe, die mit Jugendlichen aufgesucht werden darf, ist ausschließlich das Alter.

  • ab 8 bis 9 Jahre 3 Meter
  • ab 10 bis 11 Jahre 5 Meter
  • ab 12 bis 13 Jahre 5 Meter
  • ab 12 bis 13 Jahre mit Junior CMAS *** 10 Meter

Von 14-16 Jahren können Junior Gold Taucher auf das CMAS* für Erwachsene umsteigen. Hierfür wird in einem Lerngespräch noch einmal die Theorie aufgefrischt und überprüft - dann folgen 5 Freiwassertauchgänge unter Aufsicht eines Tauchlehrers.

Hier gibt es weitergehende Informationen der CMAS für die Eltern:


Medizinische Voraussetzungen für das Kindertauchen:
Immer öfter liest man in Tauchzeitschriften: "Kindertauchen: dafür / dagegen?". Es scheint, als befinde sich diese Sportart auch bei Jugendlichen unter 14 Jahren auf einem unaufhaltsamen Vormarsch.
Jugendliche unter 14 Jahren sind sowohl körperlich als auch geistig noch nicht vollständig ausgereift. Gefahren werden aufgrund mangelnder Erfahrung oft nicht rechtzeitig erkannt, für Problemstellungen stehen weniger Lösungsmöglichkeiten zur Verfügung, leicht kann es zu einer Dekompensation (Organstörung) des Kindes kommen. Aus diesem Grunde sind "Minderjährige" noch nicht alleine für sich verantwortlich, sie stehen unter dem Schutz ihrer Eltern.
Tauchen birgt, wie viele andere Sportarten auch, gewisse Risiken. Leider kommt es gelegentlich, meist durch eigene Fehler und durch Fehleinschätzung des eigenen Könnens bzw. durch übersteigerte Risikobereitschaft, zu Tauchunfällen mit unter Umständen bleibenden Schäden für die Gesundheit, in seltenen Fällen sogar zum Tod.

In der medizinischen Literatur finden sich kaum Arbeiten, die das Thema „Kinder und Tauchen" behandeln. Wenn man bedenkt, dass auch im Erwachsenenorganismus die Ursache für das Auftreten der Dekompressionserkrankung nicht in jedem Fall restlos geklärt werden kann, so wird einem schnell bewusst, dass bei Nichteinhaltung gewisser, unbedingt erforderlicher Richtlinien im wachsenden jugendlichen Organismus vermehrt Probleme in verschiedenen Organen entstehen können.
Das Längenwachstum der Knochen endet erst in der Pubertätsphase. So taucht spontan die Frage auf, ob Bläschenbildungen in der sensiblen Wachstumszone des Knochens eine Wachstumshemmung mit sich bringen könnten. Um dieses Problem erst gar nicht entstehen zu lassen, müssen wir zum Schutze der Jugendlichen beachten und einhalten:

● geringe Tauchtiefen,
● kurze Tauchzeiten,
● absolutes Verbot von Wiederholungstauchgängen.

Des Weiteren müssen Drucklufttauchgeräte mit möglichst wenig Volumen und somit auch weniger Gewicht gewählt werden, um den Stützapparat des Jugendlichen (außerhalb des Wassers) nicht zu stark zu belasten. Eventuell bereits vorhandene Wirbelsäulenerkrankungen müssen bei der Tauchtauglichkeitsuntersuchung besonders berücksichtigt werden.

Außerdem erfordern folgende Punkte ein besonderes Vorgehen bei der Ausbildung von Jugendlichen:
• Die Lunge ist bei der Geburt noch nicht vollständig ausgebildet. Die Lungenalveolen vermehren sich bis zum 8. Lebensjahr, die elastischen Fasern der Lunge sogar noch bis zum 18. Lebensjahr.
• Dem Hals-Nasen-Ohren-System gebührt besonders hohe Aufmerksamkeit.
• Die Kälteempfindung bzw. der Wärmeverlust ist erhöht.

Laut einer belgischen Studie an 234 Jugendlichen wurden 12,4% für tauchuntauglich erklärt. Die häufigsten Ursachen waren:
● ein abnormes EEG (Hirnströme),
● ein abnormes EKG (Herzströme),
● Lungenasthma.

In 28,3% zeigten sich Nebenbefunde wie
● Tubenbelüftungsstörung,
● eingeengter/verschlossener äußerer Gehörgang (Ohrschmalz),
● Entzündung des äußeren Gehörganges,
● Pilzinfektion,
● Mittelohrentzündung,
● Zahnschmerzen (Karies) und
● häufiges Nasenbluten.

Wir sehen also, dass sich die häufigsten Befunde auf den Hals-Nasen-Ohren-Bereich beschränken. In acht Jahren wurden fünf
Vorfälle bei diesen 234 Jugendlichen beobachtet (1 von 50):
● 4 Trommelfellrisse (= 1,7%) und
● 1 Schwimmbad-Blackout durch Hyperventilation (= 0,4%).

Was soll nun bei Tauchtauglichkeits-Untersuchungen im Besonderen beachtet werden?
● Prinzipiell gelten bei Jugendlichen dieselben Voraussetzungen wie bei Erwachsenen, besonders zu beachten wäre die
Leistungsfähigkeit des Herzens!
● Besonderes Augenmerk ist auf die Psyche zu legen. Psychische Auffälligkeiten sind für den Taucherarzt in der kurzen
Untersuchungszeit oft nicht auffindbar, unter Umständen auch den Eltern nicht als solche bewusst.
● Ist der Jugendliche besonders ängstlich, besteht vermehrt Müdigkeit oder sogar kurzzeitige Bewusstlosigkeit? Bei geringsten
Anzeichen von psychischen oder neurologischen Auffälligkeiten sollte ein EEG durchgeführt werden.
● Besondere Aufmerksamkeit verdient aufgrund der oben erwähnten häufigen Nebenbefunde der Hals-Nasen-Ohren-Bereich.
Diese Untersuchung sollte von einem Taucherarzt oder HNO-Arzt durchgeführt werden. Eventuell auftretende Nebenbefunde
sind vor dem ersten Abtauchen abzuklären.
● Eine zahnärztliche Untersuchung dient zur Vorbeugung vor unangenehmen Schmerzen, verursacht durch ein Barotrauma
eines kariösen Zahnes.

Eventuell verbleibende Unklarheiten bzw. Zweifel des Tauchmediziners bei der Ausstellung einer Tauchtauglichkeitsbestätigung sollten im gemeinsamen Gespräch zwischen Taucherarzt, Kindertauchlehrer, Eltern und eventuell medizinischen Fachärzten beseitigt werden.

Das vorrangige Ziel des Kindertauchens sollte sein, dass Jugendliche zwischen 8 und 14 Jahren von sich aus mit Freude in
geringer Tiefe in kurzen Tauchgängen, begleitet von einem verantwortungsbewussten erwachsenen Taucher die Schönheiten der Unterwasserwelt kennen lernen.

Allgemeine Voraussetzungen
Abgeleitet von den medizinischen Vorgaben, die als unumstößliches Muss an der Spitze jeder Planung stehen müssen, ergeben
sich daher folgende Grundsätze für den Kindertauchlehrer:
● Das Mindestalter für Jugendliche, um mit dem Tauchen zu beginnen, ist das vollendete 8. Lebensjahr (8. Geburtstag).
● Der Jugendliche muss völlig freiwillig und mit Freude an der Ausbildung teilnehmen wollen (keine Pflichtschule).
● Für das Schnorcheln reicht die Zustimmungserklärung des Erziehungsberechtigten (des gesetzlichen Vertreters) mit dem Zusatz, dass keine medizinischen Ausschließungsgründe (gegen das Schwimmen, Tauchen und Wasserspringen) gegeben sind.
● Für das Gerätetauchen (Pool und Freiwasser) ist ein medizinisches Attest erforderlich (siehe Medizinische Voraussetzungen). Seitens der CMAS wird empfohlen, dass für Kinder und Jugendliche, die das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, die Untersuchung keinesfalls länger als sechs Monate zurück liegen soll, bei Jugendlichen, die älter als 12 Jahre sind, nicht länger als 12 Monate.
● Für jeden einzelnen Ausbildungsgang (Kurs zur Erreichung eines Jugendbrevets oder Jugend-Sonderbrevets) ist die schriftliche Zustimmungserklärung des Erziehungsberechtigten (des gesetzlichen Vertreters) erforderlich.

AUSBILDUNGSSTUFEN

Schnorcheltauchen
Ein möglicher Beginn der Kinder-Tauchausbildung stellen die Schnorchelkurse dar, welche bereits ab einem Alter von sechs Jahren besucht werden können.

Tauchen mit Tauchgerät
Beim Kindertauchen unterscheiden wir drei Jugendbrevetstufen:

  • Junior CMAS* = KTSA Bronze = 1 Delphin - ab 8 Jahren
  • Junior CMAS** = KTSA Silber = 2 Delphin - ab 9 Jahren
  • Junior CMAS***= KTSA Gold = 3 Delphin - ab 10 Jahren

Die Ziele der Jugendbrevetstufen Junior CMAS*, CMAS** und CMAS*** sind hintereinander zu erbringen.
Die Ausbildung soll in der Regel in einer Woche erfolgen oder einem ähnlichen Aufwand, über einen längeren Zeitraum aufgeteilt.
Die Mindestzeit richtet sich nach den jeweiligen Gegebenheiten und liegt in der Beurteilung des verantwortlichen Kindertauchlehrers.

Die Jugendbrevetstufen werden durch das Angebot von Jugend-Sonderbrevets ergänzt. Derzeit gibt es sechs Brevets, weitere sollen folgen:

  • Jugend-Sonderbrevet „Tarieren",
  • Jugend-Sonderbrevet „Gruppentauchen",
  • Jugend-Sonderbrevet „Boot 1" (Tauchen von kleinen Booten, z.B. Schlauchboot),
  • Jugend-Sonderbrevet „Boot 2" (Tauchen von großen Booten mit Plattform und Leiter).
  • Jugend-Sonderbrevet Lebensraum Wasser,
  • Jugend-Sonderbrevet Orientierung.

Das Erreichen einer Jugend-Brevetstufe ist nicht von der Tiefe abhängig sondern von der Durchführung der jeweiligen Stufe zugeordneten Übungen. Die einzelnen Jugendbrevetstufen fordern das beherrschen immer mehr spezieller Grundregeln und Grundtechniken, deshalb sind sie auch altersmäßig abgestuft.


BREVETSTUFEN - BERECHTIGUNGEN

Allgemein
Das Erreichen von Junior Brevetstufen und Sonderbrevetstufen bei Jugendlichen berechtigt sie nicht dazu miteinander alleine zu tauchen.
Erst ab dem vollendeten 14. Lebensjahr ist der Jugendliche bei entsprechender Ausbildung (d.h. Brevet* für Erwachsene) für das
Tauchen mit Gleichwertigen vorbereitet. Ungeachtet dessen muss mindestens ein Gruppenmitglied volljährig sein und übernimmt
damit die rechtliche Verantwortung über die Tauchgruppe.

Es wird dringend empfohlen, dass diese Person einen angemessenen Erfahrungsschatz nachweisen kann und über ausreichende
Kenntnisse im Tauchen mit Kindern und Jugendlichen verfügt! Jugendliche, die tauchen lernen, das heißt ein Jugendbrevet oder die Jugend-Sonderbrevets erreichen, sollen in letzter Konsequenz aber auch für das Tauchen mit anderen Tauchern, außer dem Kindertauchlehrer, qualifiziert sein. Die Entscheidung liegt primär beim den Erziehungsberechtigten, wem sie sein Kind anvertrauen.

Zu beachten hat er auf jeden Fall:
● dass Erfahrung und Ausbildungsstand des Tauchgruppenführers und eventueller Partner den festgelegten Bedingungen entsprechen,
● dass der Tauchgruppenführer die Regeln des Kindertauchens (Tauchausrüstung; Wahl des Tauchplatzes; Tages-, Tiefen- und Zeitgrenzen) kennt,
● dass das Augenmerk auf den jungen Tauchpartner und auf keinen Fall auf andere Tätigkeiten gerichtet ist, wie z.B. üben für Prüfungen,
● dass sich jeweils nur ein Jugendlicher (unter 14 Jahren) in einer Tauchgruppe befindet.

Speziell
Wenn in der Folge Voraussetzungen angeführt werden, unter denen ein Jugendlicher mit jemandem anderen als dem
Kindertauchlehrer tauchen kann, so schließt das in keinem Fall weitergehende Ausbildung mit ein. Es kann sich also ausschließlich,
um das Vertiefen von Bewegungserfahrungen in der Praxis handeln unter Ausschluss aller Tätigkeiten, die das Kind noch nicht
gelernt hat. In der Folge werden Empfehlungen festgelegt, ab welchem Stadium der Ausbildung ein Kind nach Abschluss der
Ausbildung unter optimalen Bedingungen mit wem tauchen sollte.

 




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